Testament: Erstellen und Beurkunden

Ein Testament: rechtssicher und gültig

Verfasser eines Testaments wünschen sich, dass die dort festgehaltenen Verfügungen wirksam sind und genau umgesetzt werden. Für die gültige Erstellung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Dabei sind besonders geläufig die Begriffe „handschriftliches Testament“, „Berliner Testament“ sowie „öffentliches Testament“, das durch einen Notar erstellt beurkundet wird. 

Ihr Testament in Kaltenkirchen – individuelle Beratung, rechtssicherer Erstellung und Beurkundung durch den Notar

 Als Notarin in Kaltenkirchen ist Aino Kristina Füner Ihre Ansprechpartnerin rund um ein notariell erstelltes und beurkundetes Testament: Ich bespreche ausführlich Ihre erbrechtliche Zielsetzung und setzten diese dann in einer rechtssicheren Urkunde um. Ggf. bietet sich auch ein Vorgehen im Wege der Übertragung von Grundbesitz der sogenannten „Schenkung mit der warmen Hand“ an.

Für Ihr Testament: Das sind die möglichen Optionen

Ein Testament kann auf verschiedene Arten erstellt werden. Diese letztwillige Verfügung können Sie handschriftlich erstellen oder zur notariellen Urkunde erklären. 

Das versteht man unter dem handschriftlichen Testament

Erstellen Sie ein handschriftliches Testament, so ist dieses nur dann gültig, wenn es vollständig per Hand verfasst ist. Es reicht nicht aus, unter ein gedrucktes Dokument eine Unterschrift zu setzen. Der Aufbewahrungsort sollte so gewählt sein, dass es von den Erben auch sicher aufgefunden wird. Eine Hinterlegung beim zuständigen Amtsgericht ist möglich.

Die sichere Alternative: Das notarielle Testament

Wenn Sie ein Testament von einem Notar erstellen und beurkunden lassen, dann handelt es sich um ein sogenanntes öffentliches Testament. Im Gegensatz zum handschriftlichen Testament liegt der Vorteil der notariellen Beurkundung darin, dass Sie bei der Erstellung professionell beraten werden. Demzufolge können Sie sicher sein, über alle rechtlichen Anforderungen informiert zu sein. Mit anderen Worten: Der Notar sorgt also für die Rechtssicherheit Ihrer testamentarischen Gestaltung. Im Übrigen wird das öffentliche Testament beim zuständigen Amtsgericht hinterlegt. Wichtig ist: Eine einfache Beglaubigung reicht nicht aus. Das Testament muss zur notariellen Niederschrift erklärt werden.

Ein weiterer Vorteil: Das notarielle Testament nebst Eröffnungsprotokoll durch das Nachlassgericht ersetzt in der Regel einen Erbschein. Von daher spart es den Erben Zeit und Kosten und erleichtert bspw. das Grundbuchberichtigungsverfahren.

Eine gemeinschaftliche Verfügung bei Ehegatten

Als „Berliner Testament“ bezeichnet man eine gemeinsame letztwillige Verfügung, in dem Ehepartner sich gegenseitig als Alleinerben und ggf. die Kinder als Schlusserben einsetzen. Dieses kann entweder handschriftlich verfasst oder zur notariellen Niederschrift erklärt werden. In diesem Zusammenhang gibt es verschiedene rechtliche Dinge zu beachten, die jedenfalls in einer notariellen Gestaltung zunächst besprochen und sodann berücksichtigt werden sollten. Insbesondere ist zu klären, inwieweit eine Bindungswirkung an die gemeinsame Verfügung nach dem Tod des Erstversterbenden hergestellt werden soll. Diesbezüglich ist der Begriff der Wechselbezüglichkeit von Bedeutung. Ferner ist zu beachten, dass Pflichtteilsansprüche von engen Familienangehörigen grundsätzlich nicht auszuschließen sind. Jedoch kann der Testierende die Durchsetzung dieser Ansprüche mit Hilfe einer richtigen Gestaltung „unattraktiv“  machen. 

Bei unverheirateten Paaren bietet sich ein Erbvertrag an

Soweit Sie eine nichteheliche Lebensgemeinschaft bilden, kommt ein Berliner Testament (gemeinschaftliche Verfügung) aus gesetzlichen Gründen nicht in Betracht. In diesem Fall besteht aber die Möglichkeit, einen notariellen Erbvertrag zu schließen und sich auf diesem Wege gegenseitig zu bedenken. Allerdings bietet es sich regelmäßig an, vorsorglich eine steuerrechtliche Beratung einzuholen, da die erbschaftssteuerlichen Freibeträge bei nicht verheirateten Paaren deutlich niedriger sind als bei Eheleuten. Aber auch bei Ehegatten kann sich unter bestimmten Voraussetzungen eher ein Erbvertrag als ein gemeinschaftliches Testament anbieten. Ihre Notarin berät sie hinsichtlich Ihrer Möglichkeiten gern.